1. Kartoffeln garen
Hierfür benötigen Sie:
500 g
vorwiegend festkochende Kartoffeln
Für die Spitzbuben Kartoffeln mit Gemüsebürste und Wasser säubern und mit Schale im geschlossenen Topf in wenig Salzwasser ca. 20–30 Minuten garen. Kartoffeln in Sieb abgießen, kurz ausdampfen lassen und pellen. Inzwischen mit Schritt 2 fortfahren.
2. Gemüse anbraten
Für die Soße Pastinaken schälen und ca. 0,5 cm groß würfeln. Zwiebeln schälen und fein würfeln. 3 EL Bratöl in Topf erhitzen und Pastinakenwürfel darin unter Rühren ca. 5 Minuten bei hoher Hitze hellbraun anbraten. Lorbeerblatt und Zwiebeln mit restlichen 2 EL Bratöl zugeben und ca. 2 Minuten bei mittlerer Hitze mit anschwitzen.
3. Soße ansetzen
Hierfür benötigen Sie:
0.5 TL
Paprikapulver edelsüß
Gemüse mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Muskat würzen. Mit Mehl bestäuben. Brühe und Milch unter ständigem Rühren angießen. Alles aufkochen und im geschlossenen Topf ca. 7 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Salzen und pfeffern und zur Seite stellen. Inzwischen mit Schritt 4 fortfahren.
4. Spitzbubenteig herstellen
Hierfür benötigen Sie:
1 kg
vorwiegend festkochende Kartoffeln
Kartoffeln schälen, fein reiben und in sauberes Küchenhandtuch geben. Handtuch fest zudrehen und Flüssigkeit mit den Händen gut auspressen. Kartoffelraspel in eine Schüssel geben. Gekochte Kartoffeln ebenfalls fein dazureiben. Stärke, Salz und Muskat in die Schüssel geben und alles mit einer Gabel oder den Händen nur kurz zu homogenem Teig verarbeiten.
5. Spitzbuben formen
Salzwasser in großem Topf zum Sieden bringen. Inzwischen Teig auf gut bemehlter Arbeitsfläche mit bemehlten Händen halbieren. Jede Hälfte zu einer ca. 30 cm langen Rolle à Ø 6 cm formen und diese mit einem Sägemesser in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Scheiben mit bemehlten Händen zu daumendicken, fingerlangen Stücken formen und diese nebeneinander auf die bemehlte Arbeitsfläche legen.
6. Spitzbuben garen
Die Hälfte der Teigstücke mit einer Schaumkelle in siedendes Wasser geben und ca. 10 Minuten gar ziehen lassen. Vorsichtig mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf sauberem Küchenhandtuch abtropfen lassen. Vorgang mit restlicher Hälfte des Teiges wiederholen. Inzwischen mit Schritt 7 fortfahren.
7. Salat vorbereiten
Endiviensalat putzen, waschen, in Sieb abtropfen lassen und Blätter quer in 0,5–1 cm breite Streifen schneiden. Für die Vinaigrette Essig und Senf in großer Schüssel verrühren. Rapsöl darunterschlagen. Sahne, Honig und Orangensaft unterrühren. Schnittlauch kalt abbrausen, trocken schütteln, in feine Röllchen schneiden und ebenfalls unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8. Spitzbuben braten
Backofen auf 100 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 2 EL Butter in großer Pfanne zerlassen und die Hälfte der Kartoffelröllchen darin ca. 8 Minuten bei mittlerer bis hoher Hitze von allen Seiten hellbraun anbraten. Spitzbuben im Ofen warm halten. Vorgang wiederholen (s. Tipp).
Küchen-Tipp
Schneller gehts, wenn Sie die Spitzbuben in 2 Pfannen gleichzeitig anbraten.
9. Fertigstellen und servieren
Petersilie kalt abbrausen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und mittelgrob hacken. Soße erhitzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken, Lorbeerblatt entfernen. Salat mit der Vinaigrette vermischen. Spitzbuben mit Zwiebel-Pastinaken-Soße auf Teller portionieren. Petersilie darüberstreuen und mit Endiviensalat servieren.
Kaum zu glauben, dass sie einmal als „Arme-Leute-Essen“ galten. Die hessischen Spitzbuben, deren Name sich von ihrer länglich-spitzen Form herleitet, sind Verwandte der Kartoffelknödel. Traditionell werden die „Buwe“ mit einer Zwiebel-Speck-Soße serviert. Der Klassiker schmeckt aber auch ganz ohne Fleisch wunderbar. Bei uns gibt es dazu eine Soße mit gebratenen Pastinakenwürfeln und einen herbstlichen Salat. Was meinen Sie?