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Scharfes Sauerkraut (fermentiert)

vegan laktosefrei glutenfrei

Zubereitungszeit

Arbeitszeit: ca. 40 Minuten
Wartezeit: ca. 4 Wochen

Nährwerte

Pro Glas: ca. 165 kcal | 689 kJ | 7 g EW | 24 g KH | 1 g F | 2 BE

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Zutaten

Für 2 Gläser (à ca. 500–600 ml)

1 kg
Weißkohl
200 g
Möhren
40 g
rote Zwiebeln
30 g
rote Chilischoten
1 TL
getrockneter Oregano
20 g
Steinsalz

Küchenutensilien

2
Bügelgläser (à ca. 500-600 ml)
1
Holzstößel (optional)
2
Gewichte zum Beschweren

Küchen-Tipp

Greifen Sie zu naturbelassenem Stein- oder Ursalz. Das Salz sorgt dafür, dass die Milchsäurebakterien ihre Arbeit tun können, und hält das Gemüse gleichzeitig knackig.

Küchen-Tipp

Zum Fermentieren eignen sich möglichst gerade geformte Bügel- oder Weckgläser mit Dichtungsring, Fermentiergläser mit Gäraufsatz und Gärtöpfe aus Steinzeug.

Küchen-Tipp

Greifen Sie zu Gewichten aus Glas oder Keramik: z. B. spezielle Glasgewichte, kleine Teller oder Deckel. Das Gewicht sollte möglichst die gesamte Oberfläche des zu fermentierenden Gemüses bedecken. So steigt das Gemüse nicht hoch und ist immer vollständig mit Flüssigkeit bedeckt, sodass sich kein Schimmel bildet.

Zubereitung

1. Gemüse vorbereiten

Hierfür benötigen Sie:

1 kg
Weißkohl
200 g
Möhren
40 g
rote Zwiebeln
30 g
rote Chilischoten

Weißkohl putzen, waschen, vierteln und Strunk entfernen. Viertel quer in feine Streifen schneiden oder hobeln und in eine große Schüssel geben. Möhren mit Gemüsebürste und Wasser säubern, putzen und grob dazu raspeln. Zwiebeln schälen, halbieren, in feine Halbringe schneiden und zugeben. Chilis (s. Tipp) waschen, putzen, längs halbieren, auf Wunsch entkernen, Hälften quer in feine Streifen schneiden und ebenfalls in die große Schüssel geben.

Küchen-Tipp

Richten Sie sich bei der Chilimenge ggf. nach Ihren persönlichen Vorlieben. Falls Sie es lieber mild mögen, entkernen Sie die Schoten.

2. Gemüse kneten

Hierfür benötigen Sie:

1 TL
getrockneter Oregano
20 g
Steinsalz

Oregano und Salz (s. Tipp) zum Gemüse geben und alles 8–10 Minuten mit den Händen kräftig kneten, bis sich reichlich Lake gebildet hat.

Küchen-Tipp

Die Salzmenge sollte 2 % vom Gesamtgewicht des geschnittenen Gemüses betragen.

3. Gläser befüllen

Hierfür benötigen Sie:

2
Bügelgläser (à ca. 500-600 ml)
1
Holzstößel (optional)
2
Gewichte zum Beschweren

Gemüsemischung nach und nach gleichmäßig auf die 2 Gläser verteilen, dabei immer wieder mit einem Holzstößel oder mit der Hand zusammendrücken, damit das Gemüse ohne Lufteinschlüsse unter der Lake liegt und vollständig damit bedeckt ist (s. Tipp). Beim Einfüllen 2–3 cm zum Rand frei lassen, damit die Lake beim Fermentieren nicht überläuft. Gewichte auflegen, mit dem Holzstößel oder der Hand nach unten drücken, sodass alles von der Lake bedeckt ist, und Gläser fest verschließen.

Küchen-Tipp

Falls beim Kneten zu wenig Lake entsteht, entnehmen Sie einfach einen Teil des Gemüses wieder aus dem Glas und mischen es unter einen Salat. Alternativ können Sie das Gemüse vor dem Einfüllen auch ein paar Stunden lang offen stehen lassen. In dieser Zeit sollte weitere Flüssigkeit austreten.

4. Gemüse fermentieren lassen

Gläser jeweils in einen tiefen Teller stellen und 7 Tage bei Zimmertemperatur an einem Ort lagern, an den wenig Licht gelangt. Das Glas nicht öffnen und Sonne unbedingt vermeiden. Fermente anschließend in den Kühlschrank stellen und dort weitere 3–5 Wochen fermentieren lassen (s. Tipp). Fertiges Kraut innerhalb weniger Monate aufbrauchen, dabei weiterhin im Kühlschrank aufbewahren.

Küchen-Tipp

Das Ferment ist fertig, sobald es den von Ihnen gewünschten Säuregrad erreicht hat – Sie können ab und an probieren, sobald die Gärphase bei Raumtemperatur beendet ist. Zum Entnehmen sauberes Besteck verwenden, danach Gewicht wieder auflegen und Ferment im Kühlschrank aufbewahren. Das Gemüse fermentiert dort weiter und wird mit der Zeit immer saurer, durch die kühle Umgebung allerdings nur langsam.

Wissenswert

Für das scharfe Sauerkraut haben wir uns vom „Curtido“ inspirieren lassen, einer Sauerkraut-Variante aus El Salvador, die herrlich frisch und aromatisch schmeckt. In El Salvador serviert man das Kraut gerne zu gefüllten Maismehl-Tortillas (Pupusas).

Rezeptkriterien: Rohkost, vegan, laktosefrei, glutenfrei, Eingemachtes
Rezeptentwicklung: Meike Körner und Svenja Wegel
Fotos: Rogge & Jankovic Fotografen, Köln
dieses Rezept ist aus Ausgabe 4/2019, Genuss für jeden Tag … mehr

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