1. Teig zubereiten
Hierfür benötigen Sie:
oder 400 g Dinkelmehl Type 630
20 g
ungeröstetes Kichererbsenmehl
Die 3 Mehlsorten, Olivenöl und 280 ml kaltes Wasser in eine Rührschüssel geben. Hefe dazubröseln und alles mit den Knethaken des Handrührers oder mit den Händen 2 Minuten zu homogenem, festem Teig verkneten. Salz und weitere 50 ml kaltes Wasser nach und nach zugeben und Teig mit den Knethaken des Handrührers weitere 5 Minuten auf mittlerer bis hoher Stufe verkneten, bis der Teig weich und leicht klebrig ist.
2. Teig gehen lassen
Hierfür benötigen Sie:
1
luftdicht verschließbare Schüssel (ca. 3 l)
Olivenöl für die Schüssel
Teig mit einem Tuch abgedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde gehen lassen. Eine luftdicht verschließbare Schüssel mit Olivenöl einpinseln, Teig hineingeben und verschlossen im Kühlschrank weitere 24 Stunden gehen lassen (s. Tipp).
Küchen-Tipp
Für die Pinsa sind lange Gehzeiten im Kühlschrank typisch: mindestens 24 bis hin zu 72 Stunden. Je länger der Teig ruht, desto luftiger wird er – und das ist gewünscht. Wir finden, dass der Teig auch schon nach 24 Stunden Ruhezeit prima gelingt. Wenn Sie mehr Zeit einplanen können, lohnt sich das jedoch durchaus, da er so tatsächlich deutlich luftiger wird.
3. Teig weiter gehen lassen
Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf gut bemehlter Arbeitsfläche in 4 gleich große Portionen teilen und jeweils zu Kugeln formen. Teigkugeln mit einem Tuch abgedeckt bei Zimmertemperatur 3 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat. Ca. 40 Minuten vor Ende der Gehzeit mit Schritt 4 fortfahren.
4. Soße zubereiten
Hierfür benötigen Sie:
400 g
stückige Tomaten aus der Dose
0.5 TL
getrockneter Oregano
Knoblauch schälen und fein würfeln. Olivenöl in mittelgroßem Topf erhitzen und Knoblauch darin unter Rühren 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Tomaten zugeben, Lorbeerblatt und Oregano unterrühren und mit Salz sowie etwas Pfeffer würzen. Soße mit halb aufgelegtem Deckel 20 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze köcheln lassen. Lorbeerblatt entfernen und Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Inzwischen mit Schritt 5 fortfahren.
5. Belag vorbereiten
Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Zucchini und Auberginen waschen, putzen und quer in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Backblech mit Backmatte belegen und Zucchini- und Auberginenscheiben gleichmäßig darauf verteilen. Scheiben mit Bratöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. 10 Minuten backen und Zucchini- und Auberginenscheiben vom Blech nehmen. Inzwischen Rosmarin kalt abbrausen, trocken schütteln, Nadeln abzupfen und ggf. grob hacken.
6. Bleche vorbereiten
Backmatte säubern, Backblech wieder damit belegen und Backofen auf 230 °C Umluft umstellen (s. Tipp). Das andere Backblech mit 2. Backmatte belegen und beide Backmatten mit Mehl bestreuen.
Küchen-Tipp
Falls Ihr Ofen keine Umluft-Funktion hat, können Sie die Pinsen auch nacheinander in 2 Durchgängen auf mittlerer Schiene bei 250 °C Ober- und Unterhitze zubereiten. Es genügen dann 10 Minuten Backzeit.
7. Pinsa formen
Je 2 Teigkugeln auf 1 Backmatte legen, dabei den Teig mit beiden vorher angefeuchteten Händen hochheben (s. Tipp). Beim Ablegen des Teigs die Hände auseinanderbewegen, sodass der Teig gedehnt wird und automatisch eine längliche Fladenform annimmt. Mit feuchten Fingern von der Mitte ausgehend behutsam weiter zurechtdrücken, bis er eine Größe von 23 x 13 cm erreicht, dabei einen etwas erhöhten Rand stehen lassen.
Küchen-Tipp
Da ein Pinsateig relativ viel Wasser enthält, ist es normal, dass er sehr weich und klebrig ist. Mit feuchten Händen lässt er sich jedoch bestens bearbeiten! Gehen Sie möglichst vorsichtig mit ihm um, damit die Luft darin erhalten bleibt.
8. Belegen und backen
Hierfür benötigen Sie:
30 g
Kapern in Lake oder Salz
Soße gleichmäßig knapp bis zum Rand auf den Fladen verteilen und mit Zucchini und Auberginen belegen. Pinsen 15 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind, dabei ggf. die Bleche nach der Hälfte der Backzeit in der Einschubhöhe tauschen. Kapern in Lake im Sieb kalt abbrausen und abtropfen lassen bzw. Kapern in Salz 5 Minuten in Schälchen mit kaltem Wasser legen, anschließend im Sieb abbrausen und abtropfen lassen. Pinsa aus dem Ofen nehmen, Kapern gleichmäßig darauf verteilen und Pinsen mit Rosmarin bestreut servieren.
Die Pinsa, manchmal auch Pinsa Romana genannt, entstand Anfang der 2000er-Jahre und geht auf die Idee eines italienischen Geschäftsmanns zurück. Traditionell enthält ihr Teig sowohl Hefe als auch Sauerteig und besteht aus Weizen-, Reis- und Sojamehl. Letzteres lässt sich alternativ auch gut durch Kichererbsenmehl ersetzen. Durch die spezielle Mehlmischung hat die Pinsa ein besonderes, herzhaftes Aroma. Wegen der langen Gehzeit gilt sie außerdem als besonders gut verträglich.