hohes Gefäß (am besten aus Edelstahl oder Glas; ca. 700 ml)
Wissenswert
Ein Sauerteig ist ein Teig aus Mehl und Wasser, der natürliche Milchsäurebakterien und wilde Hefen enthält und sich dadurch prima als Triebmittel fürs Brotbacken eignet. Die Mikroorganismen machen zum Beispiel Brote schön locker und aromatisch, länger haltbar und besonders bekömmlich. Weitere Infos und hilfreiche Tipps rund um Sauerteig finden Sie hier.
Zubereitung
1. Sauerteig ansetzen
Hierfür benötigen Sie:
100 g
Roggenvollkornmehl
150 ml
warmes Wasser (ca. 40 °C)
1
hohes Gefäß (am besten aus Edelstahl oder Glas; ca. 700 ml)
Am 1. Tag, z. B. morgens, 50 g Mehl mit 100 ml Wasser in hohem Gefäß gut vermischen und locker abgedeckt 12 Stunden an warmem Ort (s. Tipp) ruhen lassen. Anschließend 50 g Mehl und 50 ml Wasser zugeben, gut verrühren und weitere 12 Stunden an warmem Ort ruhen lassen.
Küchen-Tipp
Sauerteig gelingt am besten bei Temperaturen zwischen 24 °C und 28 °C. Dafür den Teig im Winter z. B. direkt an die Heizung stellen. Auch ein Sonnenplatz oder eine Wärmflasche eignen sich gut.
2. Teig füttern
Hierfür benötigen Sie:
50 g
Roggenvollkornmehl
50 ml
warmes Wasser (ca. 40 °C)
Am 2. Tag Mehl und Wasser zum Teig geben, gut verrühren und 24 Stunden an warmem Ort ruhen lassen.
3. Teig erneut füttern
Hierfür benötigen Sie:
50 g
Roggenvollkornmehl
50 ml
warmes Wasser (ca. 40 °C)
Am 3. Tag Mehl und Wasser zum Teig geben, gut verrühren und 24 Stunden an warmem Ort ruhen lassen.
4. Sauerteig ist bereit
Am 4. Tag sollte der Teig säuerlich riechen und von Bläschen durchsetzt sein. Mit 250–300 g davon können Sie Ihr erstes Brot backen (s. Schritt 6). Den Rest des Teigs geben Sie in ein sauberes Schraubglas und füttern ihn (s. Schritt 5).
5. Ab jetzt: Sauerteig 1 Mal pro Woche füttern
Hierfür benötigen Sie:
50 g
Roggenvollkornmehl
50 ml
warmes Wasser (ca. 40 °C)
Rühren Sie Mehl und Wasser unter den Sauerteig im Glas. Mit locker aufgelegtem Deckel an warmem Ort stehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Anschließend Glas fest verschließen und in den Kühlschrank stellen. Mit diesem gelagerten Sauerteig backen Sie fortan Ihre Brote. Füttern Sie ihn 1 Mal pro Woche (s. Video), damit er aktiv bleibt und nicht verdirbt. Es darf auch gerne öfter sein!
6. Erstes Backen: Allgemeine Hinweise
Fürs erste Verbacken des Sauerteigs gilt: Ihr Sauerteig ist noch sehr jung und i. d. R. noch nicht besonders aktiv. Daher gehen die ersten Brote ggf. noch nicht stark auf und bleiben etwas kompakt – das ist normal! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, gibt darum für die ersten 1–2 Brote noch 0,5 TL Natron mit in den Teig. Bei guter Pflege (s. Schritt 5) wird Ihr Sauerteig mit der Zeit jedoch immer aktiver – also lassen Sie sich nicht zu schnell entmutigen!
In unserer Rezeptsuche finden Sie verschiedene Brotrezepte mit Sauerteig. Wir empfehlen, mit dem Roggenvollkornbrot oder dem Dinkel-Hafer-Brot zu starten, die bei uns gut mit frisch angesetztem Sauerteig gelungen sind.
Beachten Sie dabei jedoch bitte Folgendes:
Alle unsere Brotrezepte bestehen aus einem Vorteig und einem Hauptteig. Falls Sie nun Ihr erstes Brot mit Ihrem frisch angesetzten Sauerteig backen möchten, überspringen Sie den Schritt mit dem Vorteig. Nehmen Sie stattdessen 250–300 g Ihres angesetzten Sauerteigs und verarbeiten Sie ihn mit den im jeweiligen Rezept angegebenen Hauptteig-Zutaten zu einem Brotteig (plus ggf. 0,5 TL Natron). Geben Sie den Teig wie im Rezept angegeben in eine gefettete Form und lassen Sie ihn abgedeckt an einem warmen Ort (24–28 °C) so lange gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Bei frischem Sauerteig kann das bis zu 9 Stunden dauern, behalten Sie ihn daher gut im Blick. Nach der Gehzeit backen Sie Ihr Brot wie im jeweiligen Rezept angegeben.
Mein Tipp
von Svenja Wegel, Redakteurin
Mit Sauerteig können Sie köstliche Brote, Brötchen, Flammkuchen und mehr einfach selbst herstellen: Stöbern Sie doch einmal in unserer Rezeptsuche zum Schlagwort „Sauerteig-Rezepte“ und lassen Sie sich überraschen!